Was wir wollen
Freiwilliges Europäisches Jahr für alle meint: Die Teilnehmer gehen in ein anderes europäisches Land und erlernen dessen Sprache. Sie wirken an einem gemeinschaftlichen Projekt mit, das sie selbst vorschlagen oder das von den EU-Agenturen vor Ort empfohlen wird. Was die Umsetzung des freiwilligen europäischen Jahres für alle betrifft, so schlagen die Initiatoren vor: die vorhandenen Programme und Strukturen zu nutzen – insbesondere den europäischen Freiwilligendienst und das ab 2014 geplante Programm „Erasmus für alle“ diese aber zugleich im Sinne der Gründung einer europäischen Bürgergesellschaft in drei Punkten auszubauen: (1) Das Freiwillige Europäische Jahr soll europaweit anerkannt und angemessen bezahlt werden. Während sich der Adressaten-Kreis der vorhandenen EU-Programme zumeist auf junge Generationen und Ausbildungseliten konzentriert, schlagen die Initiatoren vor, alle Alters- und Berufsgruppen – einschließlich der Arbeitslosen und Rentner – einzubeziehen. Für sie meint eine europäische Bürgergesellschaft Inklusion statt Exklusivität. (2) Bei den Projekten geht es nicht nur um Learning (in) Europe, sondern um Doing Europe. Das Ziel ist also nicht nur, Ausbildungs-Zertifikate zu erwerben, sondern ein Stück europäische Identität zu erfahren und das Europa von morgen aktiv mitzugestalten. Die Finanzierung könnte anteilig von der EU, den nationalen Regierungen (bzw. Kommunen) und der Wirtschaft gewährleistet werden. (3) Gegenüber den vorhandenen Strukturen und Programmen sollte im Sinne der Schaffung eines Europas von unten die Initiative einzelner Bürgerinnen und Bürger sowie vorhandener Tätigkeitsnetzwerke gestärkt werden. So geht es beispielsweise darum, die Lizensierung der Projekte durch Formen der Selbstkontrolle der Initiativen zu ergänzen.